Nach dem Einschrauben der Ablassschraube am Ausgleichsgetriebe tat sich gar nichts mehr, das Fahrzeug liess sich nicht mal im Leerlauf schieben, das Schalten der Gänge brachte keinen Vortrieb, der Untersetzungshebel klemmte. Grund: Ich habe die Ablassschraube zu weit 'reingedreht, sodass ein Zahnrad blockiert wurde.
Ja, dieses ist mir auch schon passiert. Es war ein Schleifgeräusch, was ich nach dem Ölwechsel festgestellt hatte, als ich die Kradanwelle zum Abschmieren per "Hand" gedreht habe.
Ich bin glücklicher weise nicht gefahren.
Es war in etwa nur ein 1/4 Umdrehung, aber diese kann schon über Wohl oder Übel entscheiden.
Hallo,
habe letztes Wochenende bei meinem Cj3A die vorderen Bremsen angeschaut.
Zwei Dinge vorraus:
KEIN Abzieher wie hinten nötig, da nichts auf einem Konus sitzt.
Dafür aber werden, um an die Bremse zu kommen die Radlager demontiert, was aber kein Problem ist.
Bedingung: eine 52er-Nuss!!
Hier die Schritte, wie ich vorgegangen bin:
*Alle Radmuttern lösen (Vorsicht links hat's Linksgewinde)
*Fahrzeug an dem Rad, was bearbeitet wird hochbocken
*Rad abmontieren
*Staubkappe entfernen. Das geht am besten mit zwei passenden Gabelschlüsseln, die man nicht flach hinter den Bord ansetzt, sondern um 90° verdreht mit je einer der "Spitzen" unter den Bord greift. Dann kann man die Hülse gleichzeitig an zwei Stellen runterhebeln.
*Darunter kommt eine Kronmutter zum Vorschein. Den Splint entfernen und die Mutter demontieren - inclusive der Scheibe, die dahinter ist.
* Dann die 6 Sechskanntschrauben des Nabenflansches demontieren.
* Nabenflansch abdrücken, inden man mit zwei Schraubenziehern in den dafür vorgesehenen Spalt zwischen Flansch und Nabe hebelt - Distanzbeilagen beachten, die ebenfalls mit demselben Lochbild zusammen mit dem Flansch montiert sind.
* Jetzt ist die erste 52er-Radlagermutter zu sehen
* Sicherungsblech gerade biegen/klopfen
* erste Mutter losdrehen - sollte nicht sehr schwer gehen.
* Sicherungsblech entnehmen
* 2te Mutter demontieren. Diese ist für die Lagervorspannung verantworlich.
* Bremstrommel lässt sich jetzt von Hand abziehen. Wenn nicht würde hier ein passender Zweiarmabzieher, der hinter die Trommel greift, keinen Schaden anrichten können, da alles verschieblich auf einem zylindrischen Zapfen sitzt. Bei mir gings aber wie gesagt von Hand.
* Jetzt kann man den Innenring des äußeren Lagers entfernen, altes Fett aus der Lagerung, auswaschen, neues Fett rein Innenring wieder drauf. Beiseite legen und sich der Bremse widmen, die man jetzt vor sich hat.
In umgekehrter Reihenfolge wieder montieren.
Das Lagerspiel habe in in der Form eingestellt, dass ich die innere 52er Mutter mit der Nuss von Hand angezogen habe. Dann die Bremstrommel von Hand drehen und die Mutter mit der Rätsche so lange anziehen, dass die Trommel merklich schwergängig wird.
Jetzt etwas zurückdrehen - fertig. Den Rest montieren.
Meine Erfahrung aus dem Maschinenbau ist, dass Kegelrollenlager eher mit Vorspannung betrieben werden, als nur mit Spiel NULL.
Viel Spass bei Schlossern - Zeitaufwand pro Rad unter einer Stunde.
Hallo Karl,
hat alles geklappt. Das größte Problem war eine 52er Nuss bzw. eine Art Steckschlüssel zu besorgen, wo die Achse auch durchgeht. Aber wofür hat man Nachbarn.