mineralisches 20w50

vom Willys MA/MB bis M38A1 (alle zivilen und militärischen Modelle)
mb-jan-45
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Beitrag von mb-jan-45 »

Hallo Leute,

nachdem ich einen Ölwechsel mit castrol classic 20w50 gemacht habe und dabei einen hohen Preis ( fast 50,-€ für 5 l) bezahlt habe, bin ich nochmals im Netz unterwegs gewesen und habe die Marke erwinol gefunden.

Die Firma produziert in Deutschland und bietet u.a. sae30 mineralisch unlegiert und 20w50 mineralisch unlegiert an.
Die Preise liegen deutlich niedriger. Für 5l 20w50 26,-€

Hat einer von Euch mit Erwinol Erfahrungen ?
Ich vermute mal , dass man alle mineralischen unlegierten Öle mischen kann ohne Folgen für den Motor?

Gruß
Rudolf
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Claude

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Beitrag von Claude »

Ich hab keine Ahnung was man mischen kann ::)

I geh im Prinzip nach em Grundsatz vor nur das Beste für meine mechanischen Teile :)

Heisst z.B ich mische keine Öle ::) Ob Motor, Getriebe, VTG oder Achsen das Zeug ist viel zu teuer um ein Risiko für die Lager etc. durch "panschen" (mischen) einzugehen.

Folgekosten für einen z.B. Lagerschaden sind das xx Fache von teuerem Öl ::)
DocUwe
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Beitrag von DocUwe »

Ich habe Erwinol in letzter Zeit öfters verwendet, ist auch ein Hoch-Qualitätsöl, welches noch relativ unbekannt ist.
Ich verwende es für Getriebe/Zwischengetriebe/Motoröl und Differential.#
Wichtig ist, dass es mineralisch ist!!!! Für Diff. GL5, Getriebe /Zw.Getriebe GL1, Mineralöl: SAE 30 oder 20W-50. Mineralisch!!
Gruss Uwe
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mb-jan-45
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Beitrag von mb-jan-45 »

Der Preisunterschied zum Castrol 20w50 ist beträchtlich. Selbst das Millers Öl ist mit 28,-€ für 5 l recht günstig und wie man in den Foren lesen kann für die alten Motoren sehr gut.

Gruß
Rudolf
MB412508 DOD 30.01.1945
DocUwe
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Beitrag von DocUwe »

Erwinol ist eine Firma, die sich auf Oldtimer-Motoren und -Getriebe spezialisiert hat, ich verwende fast nur noch diese Öle; hier z.B. Getriebe/Ausgleichsgetriebeöl, so wie es sein soll, GL1:

Bild
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mb-jan-45
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Beitrag von mb-jan-45 »

Habe nun erstmal in Unkenntnis der Firma erwinol von Millers das GL4 Getriebeöl erworben, das wird demnächst verwendet , ich grübele noch, wie ich das Öl in die Öffnung bekommen kann ohne mich einzusauen.
Im Moment denke ich an eine 50ml Spritze mit Schlauch ...
Wird wohl etwas mühsam, aber das handling scheint mir gut zu sein.

Gruß
Rudolf


PS.

Als Fühlerlehre habe ich nur 0,7mm für die Zündkerze, gefordert wird laut Manual 0,75 - ist der Unterschied relevant ?
MB412508 DOD 30.01.1945
DocUwe
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Beitrag von DocUwe »

das gelingt sehr gut mit diesem Gebilde, ich mache das sowohl bei den Getrieben wie auch bei den Differentialen:

Bild


http://www.amazon.de/BGS-Saug--und-Druckspritze/dp/B000PTRH70/ref=sr_1_5?ie=UTF8&qid=1345634325&sr=8-5

Besorge Dir bitte für ein paar Euronen eine präzise Fühlerlehre (eventuell mit zölligen Daten), der Unterschied ist riesig zwischen .70 und .75 mm !!
Gruss Uwe
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Beitrag von mb-jan-45 »

ok, sehr hilfreicher Hinweis, Pumpe und Fühlerlehre sind geordert, danke für den link !

Gruß
Rudolf
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Flatfender
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Beitrag von Flatfender »

Hallo Zusammen,

Für den Motor meines Fords nehme ich SAE 30 , und für die Getriebe SAE 140 von der Firma Wagner.

Zusätzlich vor dem Tanken eine kleine Füllung "Bactofin ", ebenfalls von Wagner.

Zum Befüllen des Verteilergetriebes, schraube ich hinten den Deckel ab , der mit den 5 Schrauben.

Die Einfüllmenge des Verteilergetriebe ist genau die untere Kante an der Deckelöffnung. Wenn es dort beim einfüllen überläuft, ist auch der richtige Oelstand erreicht.

http://www.oldieoel.de/


Viele Grüße
Ford GPW S/N 89306 Date of Delivery Dezember 1942

Willys MBT S/N 101081 Date of Delivery Februar 1944
DocUwe
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Beitrag von DocUwe »

Hallo Zusammen,

Für den Motor meines Fords nehme ich SAE 30 , und für die Getriebe SAE 140 von der Firma Wagner.


Diese Diskussion gab es schon 1942 bei der Armee, ob nicht besser das 140er Öl in die Getriebe verwendet werden sollte. Die Antwort, nachzulesen in diesem tollen Buch:

Bild

Es ist eine Sammlung aller Erfahrungsberichte von Willys- und Ford-GPW-Fahrern im Kriege, wo erfahrungsgemäss das Fahrzeug bis an die Grenzen belastet wurde. Ursprünglich veröffentlicht in der Armee-Zeitung "Army Motors". Und die Antwort auf viele Fragen. Das Buch ist Gold wert!
Nun zur Beurteilung von 140er Öl in alten Getrieben und Differentialen: das 140er Öl wird so heiss, dass die Abdichtungen (seals) spröde und brüchig werden, das heisse Öl läuft dann dorthin, wo es nicht hin sollte. Gefährlich!!
Nimm bitte 90er GL1-Öl, oder, falls das Getriebe schon älter ist und es nicht so wichtig ist, dass die Bronze- und Messing-Lager von den Additiven angegriffen wird, das 80W-90 GL4.
Gruss Uwe
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